Die Hochschule

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„Hilf‘ mir, es selbst zu tun!“

Besuch im Montessori-Labor-Berlin, Dienstag, 7. Juli 2026

„Hilf‘ mir, es selbst zu tun!“

Diese angebliche Bitte einer Vierjährigen gegenüber Maria Montessori wurde zum Schlagwort für die Montessori-Pädagogik, die sich von den frühen 1920er Jahren bis heute weltweit von Italien aus verbreitet hat. Gritje Zerndt, die Leiterin des Montessori-Labors Berlin begrüsst die Studierenden der Sozialen Arbeit, Schwerpunkt Ganztag, in den hellen und freundlichen Räumen am Lietzensee.

Die letzte Sitzung des Seminars „Grundlagen der Pädagogik“ ist dieser weltweit bekannten Lern-und Lehrmethode gewidmet. Gritje Zerndt holt die Studierenden regelrecht auf den Teppich und lädt sie ein in die Welt des verstehenden Lernens, das sich am Kind und seinen Entwicklungsphasen orientiert. Für Maria Montessori ist das Kind der Baumeister seines Lernens und die Erwachsenen sind die Lernbegleiter:innen und unterstützen es dabei. Das erfordert eine gute Kenntnis von neurobiologischen Abläufen im Gehirn, die Einsicht, wie wichtig Ordnung für die Umgebung ist, damit das Kind sich auf die viel aufregenderen Dinge des Lernens konzentrieren kann. Begriffe wie „Polarisierung“, dem Zustand der vollständigen Konzentration, die nicht gestört werden sollte, erklärt Gritje Zerndt sehr sinnhaft, weil jede und jeder schon selbst einmal in einem „tiefen Flow“ gewesen ist und Zeit und Raum um sich vergessen hat. 

Auch wenn Skepsis bei den Studierenden aufkommt, ob sich diese Pädagogik in einer normalgroßen Schulklasse umsetzen lässt, sind sie beeindruckt und dankbar für die Denkanstöße über diese Pädagogik, die das Ziel hat, das Kind „zum Meister seiner selbst“ werden zu lassen und für Maria Montessori die Grundlage von Friedenspädagogik darstellt.

 

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