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HSAP und tjfbg gestalteten digitale Fachforen des Ganztagskongresses

Am 22. und 23. Juni 2026 fand der Ganztagskongress unter dem Titel „Übergänge weiterdenken“ als Präsenzveranstaltung im bcc Berlin und als digitaler Kongress statt. Eingeladen hatte das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten die fachlichen und organisatorischen Anforderungen, die mit dem Ausbau ganztägiger Bildung und Betreuung verbunden sind.

Die Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik (HSAP) koordinierte gemeinsam mit barrierefrei kommunizieren!, einem Angebot der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft gGmbH (tjfbg), im Auftrag des Ministeriums die 14 Online-Fachforen.

Die Fachforen nahmen Übergänge nicht nur als Wechsel zwischen Bildungsinstitutionen in den Blick. Diskutiert wurden ebenso die alltäglichen Übergänge zwischen Unterricht, Mittagessen, Freizeit und Betreuung sowie die Schnittstellen zwischen Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Familie, Kommune und Sozialraum.

Über die unterschiedlichen Themen hinweg zeigte sich, dass Übergänge häufig durch unklare Zuständigkeiten, fehlende Abstimmungszeiten, personelle Engpässe und voneinander getrennte Informationswege erschwert werden. Mehrere Fachforen beschäftigten sich mit der Gestaltung des schulischen Tagesablaufs. Beim Mittagessen, bei Bewegungsangeboten sowie beim Wechsel zwischen Lern-, Spiel- und Erholungsphasen beeinflussen Zeitstrukturen, Räume und Personalausstattung, ob Übergänge geordnet oder hektisch verlaufen. Innen- und Außenräume müssen unterschiedliche Aktivitäten ermöglichen, ohne Nutzungskonflikte lediglich pädagogisch bearbeiten zu wollen.

Weitere Beiträge thematisierten Bildungsgerechtigkeit, inklusive Diagnostik und schwierige Elterngespräche. Dabei wurde deutlich, dass Übergänge bestehende Ungleichheiten verstärken können. Fachforen zu digitalen Kommunikationsformen, Wissenstransfer und transprofessioneller Zusammenarbeit untersuchten, wie Informationen zwischen Schule, Verwaltung und außerschulischen Partnern ausgetauscht werden können. Digitale Werkzeuge können Abstimmungen vereinfachen, erzeugen aber neue Reibungen, wenn Systeme nicht kompatibel sind oder Verantwortlichkeiten ungeklärt bleiben. Auch kulturelle Bildung, Computerspiele, Bewegung und Sport sowie Kooperationen im Sozialraum waren Gegenstand der Diskussionen.

Die Fachforen bündelten damit konkrete Gestaltungsfelder des Ganztags. Im Mittelpunkt standen weniger allgemeine Zielsetzungen als die Frage, wie Zuständigkeiten, Arbeitszeiten, Räume, Informationswege und personelle Ressourcen so organisiert werden können, dass Übergänge im schulischen Alltag verlässlich bearbeitet werden.

 

Bild: KI-generiert

 

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