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Natur erleben – Entwicklung fördern – Naturerfahrungsraum Herzberge

Foto: Rebekka Bendig

Die Studierenden des Jahrgangs KJH-23 besuchten im Rahmen des Moduls Partizipatives, ressourcenorientiertes Handeln und Kinderrechte von Prof. Dr. Rebekka Bendig den Naturerfahrungsraum Herzberge Berlin. Geführt von Herrn Enrico Rima lernten die Studierenden den Naturerfahrungsraum und das verbundene Konzept dahinter kennen und konnten sich einen praxisnahen Eindruck verschaffen.

Der Naturerfahrungsraum (NER) Herzberge ist einer von sechs Naturerfahrungsräumen in Berlin und seit Mai 2026 öffentlich zugänglich. Das Land Berlin plant in jedem Bezirk Naturerfahrungsräume einzurichten, in denen sich Familien, Schulklassen, Kita-Gruppen und alle Berliner:innen frei auf einer etwa einen Hektar großen, wilden Freifläche bewegen und Naturerfahrungen machen können. Dem Projekt liegt das Konzept der Wildnispädagogik zu Grunde. Gefördert wird selbstbestimmtes Lernen durch eigenständiges Tun und damit Erfahrungen von Selbstwirksamkeit. Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung Räume, in denen sie zumindest zeitweise unbeaufsichtigt von pädagogischen Personal oder ihren Eltern spielen, entdecken und experimentieren können. Im Naturerfahrungsraum ist vieles essbar. Kräuter und Blumen dürfen probiert werden, nur die Schafe, die einmal im Jahr für vier Wochen dort grasen, sollten unversehrt bleiben. Sie sind die tierischen Landschaftspfleger, die den Bewuchs auf natürliche Weise regulieren.
Die große, naturbelassene Fläche beweist, dass Großstadtkinder auch mitten in dicht besiedelten Gebieten Natur frei, kreativ und ohne vorgefertigte Spielgeräte erleben können. 

Die Studiengruppe probierte Heilpflanzen am eigenen Leib aus, besichtigte Bauwerke der Kinder und streifte mit Lupen aus dem Bauwagen des NER ausgestattet durch die Fläche. Reflektiert wurde der Bezug zur Sozialen Arbeit und Einsatzmöglichkeiten im eigenen Arbeitsbereich. 

Studiengruppe KJH23, Prof. Dr. Rebekka Bendig

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