Forschung an der HSAP

Aktuelle Forschungsprojekte

DiversDabei – Neurodiversitätssensible Beratung und Begleitung im freiwilligen Engagement in Neukölln

  • Gefördert von der Aktion Mensch / angesiedelt am Neuköllner EngagementZentrum (NEZ)
  • Laufzeit: 01.05.2026 – 31.12.2028
  • Beteiligte der HSAP: Prof. Dr. Christin Tellisch, Dr. Janett Haid (in beratender Funktion: Prof. Dr. Gabriele Schlimper, Prof. Dr. Majken Bieniok, Prof. Dr. Melanie Knaup)


Ziel des Forschungsprojekts:
Das Modellprojekt setzt sich für die Teilhabe neurodivergenter Menschen am freiwilligen Engagement in Berlin-Neukölln ein. Im Mittelpunkt stehen der Abbau von Barrieren und die inklusive Gestaltung von Engagementstrukturen – sowohl für Freiwillige als auch für Einsatzstellen wie Vereine und soziale Organisationen. Das Projekt wird vom Neuköllner EngagementZentrum (NEZ) umgesetzt und von der Aktion Mensch gefördert.
Die HSAP übernimmt die wissenschaftliche Begleitung des Projekts. Mit einem partizipativen Forschungsansatz analysiert die HSAP die Wirksamkeit der Maßnahmen, evaluiert Beratungs-, Schulungs- und Begleitformate und entwickelt gemeinsam mit dem Projektteam eine praxisnahe Handreichung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbindung neurodivergenter Freiwilliger als Peer-Forscher*innen, um deren Perspektiven direkt in die Forschung und Projektentwicklung einzubringen. Durch regelmäßige Reflexionsrunden und Anpassungen unterstützt die HSAP das NEZ dabei, inklusive Strukturen nachhaltig zu verankern.
Ziel des Projekts ist es, neurodivergenten Menschen den Zugang zu freiwilligem Engagement zu erleichtern und Einsatzstellen für die Bedarfe dieser Zielgruppe zu sensibilisieren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden bundesweit zugänglich gemacht, um inklusives Engagement langfristig zu stärken.

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Forschungs- und Transferprojekt Komplexe Hilfen

Komplexe Hilfen in der Kinder- und Jugendhilfe


Ziel des Forschungsprojekts:
Das Forschungs- und Transferprojekt Komplexe Hilfen untersucht Unterstützungsarrangements für Kinder und Jugendliche mit besonders komplexem Hilfebedarf, deren Problemlagen häufig durch bestehende Systeme der Kinder- und Jugendhilfe nur unzureichend adressiert werden. Ziel des Projekts ist die wissenschaftliche Analyse erfolgreicher Praxisansätze sowie die Identifikation struktureller Bedingungen, die wirksame Hilfesettings ermöglichen. Auf dieser Grundlage werden praxisorientierte Konzepte entwickelt, erprobt und für den Transfer in unterschiedliche Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe aufbereitet. Das Projekt verbindet empirische Forschung mit praxisnaher Entwicklungsarbeit und bezieht Fachkräfte, Trägerorganisationen sowie öffentliche Jugendhilfeträger in den Prozess ein. Die Begleitforschung verantwortet Prof. Dr. Thomas Pudelko von der HSAP. Dadurch soll langfristig zur Weiterentwicklung interdisziplinärer und passgenauer Unterstützungsstrukturen für junge Menschen mit komplexen Unterstützungsbedarfen beigetragen werden.

Zu den Themenfeldern

TOBIS – Transprofessionelle Organisationsentwicklung begleiten – Innovative Zusammenarbeit von Schulträgern zum digitalen Wandel und OER/OEP

  • Projektverantwortliche: Prof. Dr. Christin Tellisch
  • Laufzeit: 2024-2028 
  • Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Christin Tellisch; c.tellisch@hsap.de  

Gegenstand / Forschungsthema:
Das Ziel von TOBIS ist die Förderung der transprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Schulträgern und anderen Bildungsakteuren im Rahmen des digitalen Wandels des Bildungssystems. Der Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von offenen Bildungsressourcen (OER) und offenen Bildungspraktiken (OEP).

Forschungsdesign:
Durch praxisorientierte Forschung und Beratung sollen Strategien zur
digitalen Schulentwicklung erarbeitet werden, um die Schulträger in Deutschland nachhaltig zu unterstützen und deren transprofessionelle Zusammenarbeit zu stärken.

Kooperationspartner:

  • Prof. Dr. Björn Herrstein, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
  • Prof. Dr. Annekatrin Bock & Prof. Dr. Franco Rau, Medienkompetenzzentrum
  • Universität Vechta

Forschendes Lernen zur Heimgeschichte der DDR

  • Projektverantwortliche: Prof. Dr. Tanja Seider, Prof. Dr. Christian Brüggemann
  • Weitere Beteiligte: Prof. Dr. Martina Loos, Prof. em. Dr. Joachim Hage
  • Laufzeit: Seit 2024
  • Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Tanja Seider; t.seider@hsap.de  

Gegenstand / Forschungsthema:
Studierende führen videografierte Zeitzeugeninterviews zur DDR-Heimgeschichte durch,
insbesondere zu dem so genannten „Normalkinderheim“ Königsheide und dem
Durchgangsheim Alt- Stralau (de facto ein „Spezialheim“). Die Interviews werden analysiert
und als Filme für die HSAP sowie das Oral History Archiv des IBZ Königsheide produziert.

Forschungsdesign: 
Oral History / Qualitative Sozialforschung: Die Studierenden konzipieren biografisch-narrative Interviews mit thematischen Schwerpunkten, führen diese durch, transkribieren und analysieren sie. Sie erstellen ein pädagogisches Konzept zur Nutzung der Interviews im Kontext von Lehrmodulen zur Geschichte Sozialer Arbeit, zur Kollektivpädagogik und zur Fallrekonstruktion.

Kooperationspartner:
IBZ Königsheide, Frau Sabrina Knüppel - ibz-koenigsheide.de
Herr Detlef Krenz (Lokalhistoriker)

Abschlussarbeiten:

  • Giorgijana Olivera Stanojevic: DDR-Erziehung zur „sozialistischen Persönlichkeit“ - Hinweise auf den pädagogischen Alltag am Beispiel der Brigadetagebücher des Kinderheims Königsheide, 2026 
  • Sofie Louise Plaschka: Auswirkungen der Wiedervereinigung auf die stationäre Jugendhilfe der (ehemaligen) DDR am Beispiel des Kinderheimes in der Königsheide, 2026

Begleitung und Evaluation Modelprogramm Kita-Sozialarbeit (BeMKi)

  • Projektverantwortliche: Prof. Dr. Christian Brüggemann, Prof. Dr. Miriam Grüning 
  • Laufzeit: 09/2024 - 12/2026
  • Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Miriam Grüning; m.gruening@hsap.de  

Link zur Projektseite 

 

Gegenstand / Forschungsthema:
Das Berliner Modellprogramm „Kita-Sozialarbeit 2024-25“ dient der Erprobung verschiedener Konzepte von Kita-Sozialarbeit in Kindertagesstätten. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation dient der Analyse der Programmumsetzung und Programmwirkung aus Sicht der beteiligten Akteure und Zielgruppen. 

Forschungsdesign: 
Die Erfassung der verschiedenen Perspektiven erfolgt durch den komplementären Einsatz folgender qualitativer und quantitativer Datenerhebungsmethoden: 

  1. Dokumentenanalyse 
  2. Expert_inneninterviews 
  3. Fragebogenerhebung
  4. Teilnehmende Beobachtung

 

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Auf dem Weg zu einer interprofessionellen inklusiven Ganztagsgrundschule

Kindheitspädagog_innen, Erzieher_innen, Sozialarbeitende, allgemeinbildende Lehrkräfte, Sonderpädagog_innen und Schulgesundheitsfachkräfte im multidisziplinären Team: Eine Pilotstudie

  • Projektförderung: Unterstützt vom Berliner Senat
  • Projektverantwortliche: Prof. Dr. Miriam Grüning, Prof. Dr. Martina Loos, Prof. Dr. Christin Tellisch
  • Laufzeit: 12/2023 – 11/2024
  • Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Miriam Grüning; m.gruening@hsap.de  

Ziel des Forschungsprojekts:
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, die interprofessionelle Zusammenarbeit in inklusiven Ganztagsgrundschulen zu untersuchen. Durch Ratingkonferenzen mit verschiedenen Fachkräften (Kindheitspädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, allgemeinbildende Lehrkräfte, Sonderpädagog_innen und Schulgesundheitsfachkräfte) sollen Einstellungen und Haltungen zur interprofessionellen Kooperation erfasst werden. Dabei werden insbesondere Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Professionen sowie deren Konsequenzen für die Professionalisierung der beteiligten Akteur_innen untersucht.

Reckahner Modelle zur inklusiven Unterrichtsplanung

  • Gefördert von der Robert Bosch Stiftung / angesiedelt an der Rochow-Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e.V.
  • Laufzeit: 1.12.2019 – 31.5.2025
  • Beteiligte der HSAP: Prof. Anne Piezunka (CO-Projektleitung), Prof. Dr. Christin Tellisch, Burkhard Ost

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Abgeschlossene Projekte

Pädagogische Beziehungen in digital unterstützten Bildungsprozessen

  • Gefördert vom BMBF
  • Beteiligte der HSAP: Prof. Dr. Christin Tellisch (Projektleitung) und Alexander Lang (Projektmitarbeiter), Michaela Stástkòva (studentische Mitarbeiterin)  

  • Laufzeit: 1.12.2020-31.01.2024

  • Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Christin Tellisch, c.tellisch@hsap.de

Ziel des Forschungsprojekt war es, auf der Basis empirischer Forschungsergebnisse die pädagogische Beziehungsgestaltung in digital unterstützten Bildungsprozessen zu erforschen und Einflussfaktoren zu erarbeiten. Auf dieser Basis wurde im Anschluss ein Online-Fortbildungsformat zum Projektthema für pädagogische Lehr- und Fachkräfte entwickelt und evaluiert.

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Potenziale der Gemeinwesenarbeit für lokale Demokratie

Projektförderung: VHW - Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.
Laufzeit: 09/2018-03/2020
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Milena Riede
Team HSAP: mit wissenschaftlicher Unterstützung von M.A.SoWi Amanda Groschke und M.A. Antje Bruno
Kooperationsprojekt: Das Forschungsprojekt fand in Kooperation zwischen dem Institut für Demokratische Integration und Soziale Integration (DESI- Sozialforschung Berlin, Dr. Frank Gesemann) und der Hochschule für angewandte Pädagogik (HSAP – Prof. Dr. Milena Riede) statt.

Ziel: Das Forschungsprojekt zielte darauf ab, mit Hilfe einer empirischen Studie herauszuarbeiten, inwiefern die Gemeinwesenarbeit ihren Anspruch an Partizipation, Empowerment und Demokratieförderung auf sozialräumlicher Ebene umsetzen kann, wie sich die aktuellen Rahmenbedingungen auf die Arbeit auswirken und welche weitergehenden Potenziale vorhanden sind.

Forschungsmethodologie: Im Rahmen einer Vorexpertise wurde ein theoretisches Modell sowie eine Strukturierungshilfe entwickelt zum vermuteten Zusammenwirken von Gemeinwesenarbeit und lokaler Demokratie, welches dann im Rahmen der Fallstudien auf seine Praxistauglichkeit hin überprüft wurde. Mit Hilfe einer bundesweiten Recherche von Quartieren wurden fünf Gebiete ausgewählt, in denen eine partizipative und empowernde Gemeinwesenarbeit stattfindet sowie sich die Akteure der Gemeinwesenarbeit mit der demokratiefördernden Wirkung ihrer Arbeit aktiv auseinandersetzen. Das Forschungsteam entschied sich aufgrund der großen Varianz verschiedener Ansätze der Gemeinwesenarbeit für eine kontrastierend angelegte Fallauswahl in fünf Gebieten, wobei auch unterschiedliche Konzeptionalisierungen von Gemeinwesenarbeit (Quartiersmanagement, Gemeinwesenarbeit, Community Organizing) berücksichtigt wurden. In allen ausgewählten Gebieten hatte die Gemeinwesenarbeit eine hohe Kontinuität von mind. 20 Jahren Praxiserfahrung.  

Die empirische Untersuchung beinhaltete einen qualitativen Teil, im Rahmen dessen insgesamt 38 Expertinnen und Experten der Gemeinwesenarbeit (Leitung, Träger, zuständige Mitarbeitende in Verwaltung und Politik) befragt wurden. Weiterhin fanden pro Gebiet zwei Fokusgruppendiskussionen mit Netzwerkpartnerinnen und -partnern sowie engagierten Bewohnenden statt. 

Parallel zur qualitativen Befragung erfolgte eine quantitative Bevölkerungsbefragung zufällig ausgewählter Bewohnerinnen und Bewohner der jeweiligen Gebiete. Mit dieser Querschnittsbefragung konnten Haltungen, Anliegen und Einstellungen der Bevölkerung im Gebiet sichtbar gemacht werden, z.B. zur Verbundenheit mit dem Stadtteil und dem eigenen Vertrauen in die lokale Politik. 
Folgende Gebiete und Träger von Gemeinwesenarbeit wurden im Rahmen der Studie analysiert:

  • Berlin Spandau-Heerstraße Nord – Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V
  • Hamburg St. Pauli/St. Pauli Süd – GWA St. Pauli e.V.
  • Dortmunder Nordstadt – Planerladen e.V
  • Dresden Prohlis – Quartiersmanagement Prohlis
  • Düren – Büro für Gemeinwesenarbeit und Stadtentwicklung e.V
     

Ergebnisse
Gemeinwesenarbeit fördert die soziale Integration und demokratische Beteiligung aller Menschen in ihrem Stadtteil bzw. Wohnumfeld. Mit Hilfe einer kontrastierenden Fallanalyse in fünf Gebieten konnte gezeigt werden, dass es der Gemeinwesenarbeit mit niedrigschwelligen Begegnungs-, Selbstorganisations- und Beteiligungsformaten gelingt auch Beteiligungsferne bzw. Menschen mit geringem sozioökonomischem Status einzubeziehen. Durch den Aufbau kommunikativer Brücken zwischen der Lebenswelt der Menschen im Gebiet und der Verwaltung bzw. Politik trägt die Gemeinwesenarbeit dazu bei, dass die Interessen der Menschen vor Ort Gehör finden. Damit kann die politische Responsivität verbessert sowie zu einer vergrößerten politischen Gleichheit beigetragen werden. Gemeinwesenarbeit ermöglicht ein sozial-kulturelles inklusives Miteinander und fördert u.a. durch ihre umfassenden Netzwerkaktivitäten die soziale Kohäsion im Gebiet. 

Während die Rahmenbedingungen in allen Gebieten sehr verschieden sind und sich die Gemeinwesenarbeit entsprechend der lokalen Themen und Bedarfen der Menschen ausrichtet, wurden in allen Gebieten die schwierigen, unsicheren finanziellen Bedingungen bemängelt. Aufgrund einer fehlenden rechtlichen Verankerung für zielgruppenübergreifende Sozialarbeit im Gemeinwesen und in Folge dessen einer überwiegend projektbezogenen, zielgruppenspezifischen Finanzierung, kann das enorme Potenzial der Gemeinwesenarbeit nur bedingt entfaltet werden. Entsprechende Handlungsempfehlungen für Kommunen und Verwaltung wurden formuliert, um bessere Rahmenbedingungen für eine Gemeinwesenarbeit zu erreichen, die die Menschen vor Ort zu einer gemeinsamen, konstruktiven Zusammenarbeit und Gestaltung der Lebensbedingungen und der besten aller Zukünfte einläd.

Weitere Informationen: 
Gesemann, Frank/ Riede, Milena (2021) Zusammenfassung. Potenziale der Gemeinwesenarbeit für lokale Demokratie. Vhw - Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Abrufbar unter: 

https://www.vhw.de/fileadmin/user_upload/08_publikationen/vhw-schriftenreihe-tagungsband/PDFs/vhw_Schriftenreihe_Nr._21_GWA_und_lokale_Demokratie_Zusammenfassung.pdf

Gesemann, Frank/ Riede, Milena (Hrsg.) (2021) Potenziale der Gemeinwesenarbeit für lokale Demokratie. Abschlussbericht. Unter Mitarbeit von Lea Freudenberg, Alexander Seidel (DESI) und Amanda Groschke, Antje Bruno (HSAP). vhw-Schriftenreihe Nr. 21. Berlin 2021: vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Abrufbar unter:

https://www.vhw.de/fileadmin/user_upload/08_publikationen/vhw-schriftenreihe-tagungsband/PDFs/vhw_Schriftenreihe_Nr._21_GWA_und_lokale_Demokratie.pdf 

Gesemann, Frank/ Seidel, Alexander/ Freudenberg, Lea (DESI) / Riede, Milena/ Groschke, Amanda (HSAP)(2019) Potenziale der Gemeinwesenarbeit für lokale Demokratie. Zwischenbericht. Berlin

Riede, Milena/ Becker, Anna/ Alcaide, Naomi (2020) Potenziale der Gemeinwesenarbeit zur Stärkung lokaler Demokratie – Ergebnisse der empirischen Untersuchung in fünf Gebieten. Forum Wohnen und Stadtentwicklung Nr. 5/ September – Oktober 2020: vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Abrufbar unter: 

https://www.vhw.de/fileadmin/user_upload/08_publikationen/verbandszeitschrift/FWS/2020/5_2020/FWS_5_20_Riede_et_al__02.pdf

Durchgängige Sprachbildung in Ganztagsangeboten als Brücke von der Alltagssprache zur Bildungssprache: Evaluation des wöchentlichen sozialpädagogischen Angebots ‚Sprache und soziales Lernen

Projektförderung: tjfbg gGmbH
Praxispartner: Helmuth-James-Graf-von-Moltke-Grundschule
Laufzeit: 10/2016 – 07/2019
Ansprechpartnerin: Dorothea Posse, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, d.posse@hsap.de

Die Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf führt ein Konzept mit dem Titel ‚Sprache und soziales Lernen‘ durch. Es wird von den sozialpädagogischen Fachkräften im Ganztag als fester Bestandteil des Schulcurriculums in einem Zeitumfang von zwei Unterrichtsstunden mit allen Schüler/innen umgesetzt. Nach Einschätzung der Schule ist es ein wegweisendes Projekt, das zur Verbesserung des Sprachstands im Deutschen der multilingualen Schülerschaft maßgeblich beiträgt. Die wissenschaftliche Begleitung soll als eine Wirkungsstudie durchgeführt werden, bei der die Wirksamkeit dieser Intervention in den Gebieten Sprachentwicklung und soziale Kompetenz analysiert wird.

Evaluation dreier Bildungsverbünde in Berlin-Neukölln

Projektförderung: Bezirksamt Neukölln von Berlin 
Praxispartner: Bildungsakteure in den o.g. Bildungsverbünden, Quartiersmanagements 
Laufzeit: 12/2016 – 01/2018 
Ansprechpartner: Peter Bleckmann, Forschungsreferent, p.bleckmann@hsap.de
Kristina Sporr, Mitarbeiterin, k.sporr@hsap.de
Koordination der Verbünde: Kathleen Fichtner (tjfbg), k.fichtner@tjfbg.de

tjfbg und HSAP haben sich als Bietergemeinschaft an der Ausschreibung des Bezirks Neukölln beteiligt. Gegenstand der Ausschreibung war die Koordination dreier Bildungsverbünde in Neukölln. In der Bietergemeinschaft hat die tjfbg den Aufgabenbereich ‚Koordination‘ übernommen, die HSAP den Aufgabenbereich ‚Evaluation‘. Es handelt sich um die Bildungsverbünde in der Gropiusstadt, am Richardplatz Süd / Droryplatz sowie in der Köllnischen Heide. Die Evaluation ist als eine formative Begleitung entlang der von den Bildungsverbünden definierten Zielsetzungen angelegt. Methodisch kommen Interviews, teilnehmende Beobachtungen und Workshopformate zur Zielidentifikation und -reflexion zum Einsatz.Die Evaluation wird vom Forschungsreferenten und einer Studierenden durchgeführt.

Projekt: Evaluation des inklusiven Ansatzes des Reinfelder Schülerladen Verbunds

Laufzeit: 03/2017 – 08/2017 

Der Reinfelder Schülerladen-Verbund e.V. ist der Träger des Hortbereichs einer Charlottenburger Schule. Der Verein ist an die HSAP mit der Bitte herangetreten, die inklusive Praxis aller elf Gruppen des Verbunds einer externen wissenschaftlichen Analyse zu unterziehen. Diesen Auftrag haben Prof. Dr. Thomas Leeb und Peter Bleckmann in der Zeit von März bis August 2017 durchgeführt. Als fachliche Referenz wurde der Index für Inklusion genutzt. Sie haben in allen Gruppen teilnehmende Beobachtungen und leitfadengestützte Interviews mit dem Fachpersonal durchgeführt. Die Ergebnisse wurden der Leitung sowie dem gesamten Team des Reinfelder Schülerladen-Verbunds präsentiert und werden derzeit zur Weiterentwicklung des inklusiven Ansatzes genutzt.