Ganztagskongress 2026

Digitaler Ganztagskongress 2026

Mit dem stufenweisen Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter bis 2029 befindet sich der Ganztag bundesweit in einer Ausbau- und Entwicklungsphase. Die Ganztagskongresse des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) begleiten diese Entwicklung fachlich, indem sie Diskursräume eröffnen, in denen Erfahrungen, Qualitätsfragen und Transferwissen aus Praxis, Verwaltung und Wissenschaft zusammengeführt werden.

Der Ganztagskongress 2026 greift dabei Übergänge als Gestaltungsaufgabe auf. Die Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik (HSAP) koordiniert in Zusammenarbeit mit barrierefrei kommunizieren! im Auftrag des BMBFSFJ die Online-Fachforen. Sie finden auf dieser Seite ergänzende Informationen zum Kongress. Die Anmeldung erfolgt über die Webseite des BMBFSFJ.

Die HSAP ist eine freigemeinnützige, staatlich anerkannte Hochschule in Berlin mit dem bundesweit einzigartigen Studiengang Soziale Arbeit Schwerpunkt Ganztagsschule (B.A.). barrierefrei kommunizieren! ist ein Angebot der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft gGmbH (tjfbg) mit Fokus auf assistiven Technologien und barrierefreier Kommunikation in pädagogischen Kontexten. 
 

Zur offiziellen Webseite des BMBFSFJ 

Das Kongressthema: Übergänge weiterdenken

Übergänge sind im Ganztag mit erhöhten Anforderungen verbunden – etwa an Koordination, Kommunikation und die Klärung von Verantwortung. Zugleich eröffnen sie pädagogische Gestaltungsspielräume: vom Übergang Kita–Grundschule über Wechsel zwischen Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten bis zu Schnittstellen zwischen Schule, Sozialraum, Professionen und Organisationen. Gerade auch die alltäglichen Übergänge im Tagesablauf von Kindern und Jugendlichen eröffnen – etwa vom Mittagessen in Lern- oder Freizeitphasen – pädagogische Handlungsmöglichkeiten und bieten Potenziale für mehr Selbstorganisation und Mitbestimmung. Diese Perspektive spiegelt sich in den Online-Fachforen, die Übergänge u. a. als Schnittstellen transprofessioneller Kooperation, als Rhythmisierungsaufgabe durch Bewegung bis in den Sozialraum und als Frage inklusiver Diagnostik diskutieren.

Anmeldung zum Digitalen Ganztagskongress 2026 

Online-Fachforen | Montag, 22. Juni 2026 | 14:30-15:30 Uhr

Online-Fachforum 1: Zugänge schaffen mit „Kultur macht stark“: Games im Ganztag

Computerspiele sind nicht bloßes Unterhaltungsmedium, sie sind ein Kulturgut, dessen kreatives Potenzial sich in der Bildungsarbeit vielseitig nutzen lässt. Das Förderprogramm „Kultur macht stark“ setzt mit der Initiative „Stärker mit Games“ daher unter anderem auf computerspielpädagogische Projekte, die Kindern und Jugendlichen mit erschwertem Bildungszugang zugutekommen. Die Projekte ermöglichen niedrigschwellige Zugänge zu unterschiedlichen Lernwelten und eröffnen neue Teilhabemöglichkeiten. Das Forum gibt einen Einblick in die Projektarbeit und betrachtet Gelingensbedingungen und Potenziale der Einbindung von Games in das Ganztagsangebot. Zentrale Fragestellungen lauten:

  • Worin liegt das besondere Potenzial von Games für die Schaffung von mehr Bildungschancen?
  • Wie gelingt in Games-Projekten die Vermittlung einer reflektierten Mediennutzung?
  • Was sind Voraussetzungen für die Umsetzung von computerspielpädagogischen Angeboten im schulischen Ganztag?

In Praxisimpulsen werden methodische Ansätze, niedrigschwellige Formate und hilfreiche Partnerschaften für ein erfolgreiches Arbeiten an und mit Games im Ganztag vorgestellt. Die Teilnehmenden erleben ein Sandbox-Game-Projekt in Aktion und diskutieren eigene Umsetzungsideen und mögliche Anknüpfungspunkte für computerspielpädagogische Angebote im schulischen Kontext.

Referierende
Niels Boehnke (Stiftung Digitale Spielekultur gGmbH),

Brigitta Wortmann (Wortmann Medienwerkstatt)

Online-Fachforum 2: Der Ganztag als Übergangsgestalter im Sozialraum

Ganztag und Sozialraum? - Das geht! Die Kultusministerkonferenz hat diesen Punkt in ihre Empfehlungen 2023 aufgenommen und viele Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) kooperieren mit Schulen. Selbstverständlich gibt es Herausforderungen, die beispielsweise je nach urbaner Lage unterschiedlich ausgeprägt sein können. In dem Workshop werden Möglichkeiten und Gelingensbedingungen, aber auch Prozesshemmnisse in Kooperationsgemeinschaften aufgezeigt. Zudem werden Blitzlichter auf die Sicht der Kinder und auf das Themenfeld der Demokratiebildung zwischen Grundschulen und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen der pädagogisch betreuten Spielplätze wie Kinder- und Jugendfarmen/Aktivspielplätzen geworfen.

Mit Blick auf die Qualitätsmerkmale für eine gute Ganztagsbildung sowie auf die drei Metaziele des Rahmenkonzepts 2035 der schleswig-holsteinischen Landesregierung kann eine enge Kooperation auf Augenhöhe mit Trägern der Offenen Kinder- und Jugendarbeit die Chancengerechtigkeit, die Persönlichkeitsentwicklung und anspruchsvolle Leistungen im Sozialraum fördern.

Die Gelingensbedingungen sind so vielschichtig wie die unterschiedlichen Stakeholder. Eine gemeinsame Haltung, Vision und förderliche Rahmenbedingungen sind für die Verwirklichung mindestens genauso wichtig wie finanzielle Ressourcen. Ein klares „Ja“ zu Veränderungsvorhaben, der Blick über den Tellerrand und die gegenseitige Toleranz und Akzeptanz zwischen den unterschiedlichen Professionen sind Voraussetzungen für eine nachhaltige Sozialraumentwicklung, in dem der Ganztag eine wichtige Rolle spielt.

Referierende
Nicole Völschow (Kreis Stormarn, Schlesweig-Holstein)

Jörn Puhle (Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e. V.)

Online-Fachforum 3: Sozialraum erobern: Schule mischt mit - Kinderrechte und BNE gestalten

Entdecken Sie, wie Kinderrechte und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Ganztag zusammenwirken. In diesem praxisnahen Workshop erfahren Sie, wie Schulen den Übergang in den Sozialraum aktiv mitgestalten und dabei Kinder stärken, ihre Zukunft mitzubestimmen.

Anhand konkreter Beispiele erfahren Teilnehmende, wie Kinderrechte im schulischen Alltag – vom Mitbestimmungsrecht über chancengerechte Bildung bis hin zu Schutzrechten – berücksichtigt werden. Impulse zu BNE ermöglichen das Verknüpfen von Nachhaltigkeitsthemen mit Lerninhalten, dem sozialen Nahraum und Alltagsstrukturen in der Ganztagsschule. Wichtig ist dabei die Stärkung der Kompetenzen der Kinder, selbst für die eigene Sache aktiv zu werden.

Gemeinsam reflektieren wir, welche Rahmenbedingungen, Netzwerke und Ressourcen hilfreich sind, um nachhaltige Bildungsprozesse wirksam im Sozialraum zu verankern: Kooperationen mit Familien, Vereinen und Institutionen im Stadtteil sowie partizipative Formate, um auch im kleinen Rahmen politisch aktiv zu werden.

Die Teilnehmenden reflektieren für die eigene Einrichtung konkrete Umsetzungsbausteine und nehmen methodische Anregungen mit, um Beteiligung in der Ganztagsbetreuung sichtbar, tragfähig und nachhaltig zu gestalten. Das Seminar schafft Raum für Austausch, Fragen und praxisnahe Planung im eigenen Schulkontext.

Referierende
Elisabeth Spät (Internationaler Bund)

Julia Klimczak (Alternativer Wohlfahrtsverband Hamburg – SOAL e. V.)

Online-Fachforum 4: Übergänge gemeinsam gestalten – Raumkonzepte für Drinnen und Draußen im Ganztag

Das Gelingen von Übergängen ist für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung. Da Kinder im Zuge des Ganztagsanspruchs viel Zeit in Bildungseinrichtungen verbringen, kommt der Gestaltung von durchdachten Innen- und Außenraumkonzepten eine große Bedeutung zu.

Eine pädagogisch gut konzipierte Gestaltung von Räumen innerhalb eines Schulgebäudes spielt hierbei eine zentrale Rolle und kann maßgeblich zu Wohlbefinden, Motivation und Zugehörigkeit beitragen. Räume, die Übergänge sichtbar strukturieren und zugleich flexible Nutzung ermöglichen, bieten Orientierung, Sicherheit und Entwicklungschancen. Sie schaffen Kontinuität, eröffnen neue Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten und fördern soziale Teilhabe. Im ersten Teil des Fachforums lernen die Teilnehmenden praxisnah Prinzipien pädagogischer Raumgestaltung kennen, die Übergänge erleichtern, um Kriterien für gelingende Raumgestaltung im eigenen schulischen Kontext zu entwickeln.

Neben guten Innenraumkonzepten trägt eine stimmige Außenraumgestaltung zu einer gelingenden Ganztagspraxis bei, wie der 2. Teil des Forums zeigen wird. Naturnahe Gestaltungsprinzipien ermöglichen sinnvolle Übergänge im Gelände und eröffnen bedürfnisgerechte Spiel- und Lernräume. Darüber hinaus werden durch dieses Gestaltungsformat die Aufenthaltsqualitäten für Kinder und Lehrkräfte auch vor dem Hintergrund des Klimawandels erheblich verbessert. An der Planung und Umsetzung der Freiräume werden die Schulgemeinschaften aktiv beteiligt, sodass ein nachhaltiger Bestand gesichert ist.

Bereichert werden die Forumsinhalte mit Beispielen guter Praxis.

Referierende
Eileen Hornbostel (Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V.) 

Stefan Rochelmeyer (Bayrisches Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung)

Online-Fachforum 5: Herausfordernde Elterngespräche - Übergänge von „Privatem“ in die Schule und ggf. darüber hinaus

Elterngespräche können in bestimmten Kontexten zu einer Herausforderung für die beteiligten Parteien werden. Dies gilt insbesondere, wenn ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht. Die Eltern befinden sich dann in einer Gesprächssituation, die sie nicht freiwillig gewählt haben, denn sie wurden zu einem Gespräch aufgefordert. Die Fachkräfte müssen eine Einladung zum Gespräch aussprechen. Es ist ihre gesetzliche Pflicht, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung die Situation mit den Kindern und den Eltern zu erörtern und bei Bedarf auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinzuwirken (vergleiche § 8a SGB VIII, § 4 KKG).

Dieser Zwangskontext kann auf beiden Seiten Besorgnis, Stress oder Abwehrreaktionen auslösen. Das „Private“ könnte zum Thema für die Schule und ggf. auch für das Jugendamt werden. Auf der anderen Seite liegt in einem gelungenen Gespräch auch eine große Chance: Fakten können geklärt und ggf. nötige Unterstützungsmöglichkeiten besprochen werden.

In diesem Forum wird nach einem kurzen fachlichen Input eine herausfordernde Gesprächssituation mit Eltern exemplarisch vorgestellt. Unter Anwendung der Problemorientierten Gesprächsführung (POL) werden hilfreiche Formulierungen gefunden und Perspektivübernahmen geübt. Eine entsprechende Auswertung und Diskussion erfolgt im Anschluss.

Referierende
Prof. Dr. rer. nat. Majken Bieniok (Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik)

Timon Börner (MetrumBerlin gGmbH)

Online-Fachforum 6: Inklusive Diagnostik als Schlüssel für gelingende Übergänge in der Ganztagsschule

Viele pädagogische Fachkräfte erleben Übergänge im Ganztag – zwischen Unterricht, außerunterrichtlichen Angeboten oder zwischen Bildungsstufen – als herausfordernde Momente: komplex, sensibel und oft wenig strukturiert. Gleichzeitig steckt gerade in diesen Phasen ein großes Potenzial für Teilhabe, gelingende Kooperation und eine inklusive Lernkultur. In unserem Workshop diskutieren wir, wie inklusive Diagnostik genutzt werden kann, um Übergänge professionell zu begleiten.

Der Workshop startet mit einem Impuls zu Übergängen als pädagogischen Schlüsselstellen und diskutiert das Modell inklusiver Diagnostik (Alleweldt und Tellisch 2025) – ergänzt durch kurze Praxisbeispiele. Anschließend arbeiten wir in mehreren Breakout-Sessions zu Übergangssituationen und diskutieren gemeinsam, wie Diagnostik Orientierung geben und Zusammenarbeit stärken kann. In den Kleingruppen widmen wir uns u. a. folgenden Fragen:

  • Wie können Entwicklungsstände, Bedürfnisse und Ressourcen von Kindern an Übergängen sichtbar werden?
  • Wie gelingt Diagnostik in Kooperation zwischen Lehrkräften, Erzieher:innen, Schulsozialarbeit und weiteren Partnern?
  • Welche Rolle spielen dabei Eltern, Jugendhilfe und außerschulische Akteure?
  • Wie lassen sich Risiken für Exklusion früh erkennen – und wie können Übergänge inklusiv gestaltet werden?

Die Ergebnisse werden auf einem digitalen Board gesammelt und stehen den Teilnehmenden direkt im Anschluss zur Verfügung.

Im Plenum reflektieren wir abschließend kurz, welche diagnostischen Verfahren praktikabel und inklusiv sind und wie sich Erkenntnisse in die eigene Praxis übertragen lassen.

Referierende
Prof. Dr. Christin Tellisch, Prof. Dr. Erika Alleweldt (Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik)

Melanie Dietz-Blaesing (Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft gGmbH)

Stephanie Langer (Gymnasium Rudolf Stempel)

Online-Fachforum 7: Gleiche Chancen für alle? Bildungsgerechtigkeit am Übergang in die weiterführende Schule

Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule ist für Kinder ein entscheidender Moment - eine Weichenstellung, die in hohem Maß über ihren weiteren Bildungsweg und gesellschaftliche Teilhabe mitbestimmt. Wie können wir diesen Übergang chancengerecht gestalten und Kinderrechte dabei im Rahmen unserer Möglichkeiten umsetzen?

Das Forum „Gleiche Chancen für alle? Bildungsgerechtigkeit am Übergang in die weiterführende Schule“  geht diesen Fragen nach. Wir beleuchten aktuelle Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Kinder aus armutsbetroffenen Familien weiterhin deutlich geringere Chancen auf den Zugang zu höheren Schulformen haben. Gemeinsam nehmen wir die Perspektiven junger Menschen selbst in den Blick – ihre Erfahrungen, Stimmen und Wünsche.

Im Fokus stehen Themen wie Armutssensibilität, Partizipation und Empowerment mit dem Ziel mehr Chancengerechtigkeit zu erreichen. Was können Fachkräfte in Schulen ganz konkret tun? Welche gelingenden Ansätze gibt es bereits, um die Kinderrechte auf Bildung, Nichtdiskriminierung und Soziale Teilhabe zu verwirklichen?

Nach einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Rebekka Bendig folgt ein Gespräch über die Erfahrungen junger Menschen mit dem ehemaligen Landesschülersprecher Berlins Orçun Ilter und ein Austausch mit den Teilnehmenden über Herausforderungen und gelingende Praxisansätze.

Referierende
Prof. Dr. Rebekka Bendig (Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik) 

Orçun Ilter (Ehemaliger Landesschülersprecher Berlin)

Online-Fachforen | Dienstag, 23. Juni 2026 | 10:00-11:00 Uhr

Online-Fachforum 8: Guter Ganztag beginnt in der Mittagspause: Übergänge bewusst gestalten

Viele Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schülerinnen und Schüler erleben den Übergang vom Unterricht zum Mittagessen sowie vom Mittagessen in die Nachmittagsbetreuung als herausfordernde Phase: voll, laut, hektisch und unstrukturiert. Gleichzeitig steckt genau in dieser Zeit ein enormes Potenzial für soziales Miteinander und alltagsnahe Bildung. In unserem Online-Fachforum geben wir Einblicke in ein Good Practice Beispiel aus dem Netzwerk der Sarah Wiener Stiftung und diskutieren mit den Teilnehmenden, wie diese Übergänge gut gestaltet werden können.

Der Workshop startet mit einem Praxisimpuls aus der Stadt Freiburg im Breisgau. Dort wird die Essenszeit bewusst als pädagogischer Raum genutzt – mit z. B. klaren Ritualen, Beteiligung der Kinder und einer engen Zusammenarbeit zwischen Schule, Offene Ganztagsschule und Kommune.

Anschließend wechseln wir in Breakout-Sessions in Kleingruppen, in denen wir gemeinsam die folgenden vier Themenbereiche diskutieren:

  • Übergang vom Unterricht ins Mittagessen
  • Gestaltung des Speiseraums und der Tische
  • Gestaltung der Essenssituation am Tisch
  • Übergang vom Mittagessen in die Nachmittagsbetreuung

Die Ergebnisse werden in einem digitalen Board gesammelt und stehen Ihnen im Anschluss zur Verfügung. Der Workshop richtet sich insbesondere an pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus dem Ganztag, die die Mittagszeit neu denken und pädagogisch stärken wollen.

Referierende
Kerstin Siebenmorgen, Johanna Beckmann (Stadt Freiburg im Breisgau)

Bettina Friedli (Sarah Wiener Stiftung)

Online-Fachforum 9: Übergänge im Ländervergleich: Der dänische inklusive Ganztag als Vorbild?

Das Fachforum dient dazu, Übergänge mit dem Blick auf den dänischen Ganztag weiterzudenken. Insbesondere die Gestaltung von Mikro- und Makrotransitionen im dänischen System der ganztägigen Bildung und Betreuung wird in den Fokus genommen.

Unser Nachbarstaat hat bereits ein flächendeckendes Ganztagsangebot für alle Kinder etabliert. Dieses legt konzeptionell viel Wert auf selbstbestimmtes Lernen, Gleichberechtigung und Inklusion. Der schulische Ganztag wird als ganzheitlicher Lebens- und Lernort verstanden, in dem alltägliche Übergänge, beispielsweise von Lern- und Spielphasen, aber auch Übergänge von einem (Teil-)System in das andere (Kita in Schule, Schule in Ausbildung) gestaltet werden.

In dem gemeinsam gestalteten Fachforum des Bundesverbandes Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) und des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) - Bundesverband sowie der Königlich Dänischen Botschaft steht ein offener Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Ein Blick über den „Länderrand“ hinaus, kann die eigene Perspektive erweitern, den Austausch bereichern und neue Wege aufzeigen, wie der bundesweite Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung ab dem 1. August 2026 ausgestaltet werden kann.

Referierende
Chris Bendix (Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe e. V.)

Lydia Meßmer-Hauser (Verband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder – Bundesverband e. V.)

Stephan Kleinschmidt (Former Deputy Mayor of Sønderborg (Ehemaliger stellv. Bürgermeister von Sønderborg) and Former City Councillor and Head of Department (Stadtrat and Dezernent) for Education, City of Flensburg) 

Annette Bekker (Digitalization and Development Consultant in Esbjerg Municipality’s Administration for Children and Youth)

Online-Fachforum 10: Kultur des Teilens in der Ganztagsschule

In diesem interaktiven Fachforum wird anhand bewährter Beispiele und Methoden aus der Schulpraxis gezeigt, wie schulinterner Wissenstransfer die Handlungssicherheit aller Akteur:innen erhöht und gleichzeitig zur Entlastung beiträgt.

Formate eines zielgerichteten Wissensmanagements leisten so einen wichtigen Beitrag zur Teamentwicklung, kollegialen Professionalisierung und Qualifizierung. Mit Praxisbeispielen inspiriert und ermutigt der Impuls dazu, erste Schritte in Richtung einer Kultur des Teilens zu gehen und neue Teamstrukturen zu schaffen. Dazu werden den Teilnehmenden Argumente an die Hand gegeben, den nachhaltigen Wissenstransfer an der Ganztagsschule als kontinuierliche Schulentwicklungsaufgabe wertzuschätzen. Diese guten Gründe zahlen nicht nur auf den Umgang mit stetig neuen technologischen Entwicklungen ein. Auch alltagspraktische Herausforderungen wie das Onboarding neuer Kolleg:innen, die Weitergabe von Wissen aus externen Qualifikationen oder die Partizipation von Schüler:innen und Eltern können wertvolle Ressourcen schonen und die Arbeitszufriedenheit erhöhen.

Im Programm bildung.digital der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung haben wir in den letzten drei Jahren mehr als 60 Schulen in der Entwicklung nachhaltiger Wissenstransferstrukturen begleitet. Eine multimediale Handreichung mit Audio- und Videobeiträgen zum Thema Wissenstransfer in der Schulgemeinschaft sowie eine wissenschaftsbasierte Expertise zum Thema „(lebenslanges) Lernen im Kontext digitaler Transformation“ mit einem Beispiel aus dem Ganztag werden als Begleitmaterial zur Verfügung gestellt.

Referierende
Anna Busse und Katja Zöller (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH)

Online-Fachforum 11: Bewegung als Bestandteil struktureller Qualitätsentwicklung: Übergänge im Ganztag mit dem Bewegungsband rhythmisieren und gestalten

Mit dem Ganztagsausbau im Zuge des Rechtsanspruchs verschiebt sich ein großer Teil der kindlichen Lebenszeit in die Schule und verringert die Freizeit für Sport und Bewegung, bietet aber die einzigartige Chance, Schulen zu Bewegungsorten zu gestalten.

Das Konzept Bewegungsband über den GANZen TAG zeigt wie Übergänge – vom Schulweg über den Unterricht bis in den Sportverein – mit und durch Bewegung multiprofessionell gestaltet und umgesetzt werden können. Somit trägt die Rhythmisierung durch Bewegung zur Entwicklung aller Kinder – unabhängig ihrer Herkunft – hin zu aktiven Gesellschaftsmitgliedern bei.

Dieses Fachforum stellt ein bundesweit an Ganztagsgrundschulen entwickeltes und praxiserprobtes Modellprojekt – SPORT VERNETZT Ganztagsgrundschule – vor und fragt:

  • Wie wird Bewegung „vom Anhängsel zum struktureller Qualitätsanker“ im Ganztag?
  • Welche neuen Rollen braucht es, damit Übergänge im Tageslauf und in den Sozialraum gelingen?
  • Wie werden Übergange in Sportvereine und andere Bewegungsorte des Quartiers geebnet?
  • Wie fördern wir Chancen- und Bildungsgerechtigkeit durch Bewegung?

Das Fachforum verbindet wissenschaftliche Evidenz, langjährige Praxiserfahrung und multiprofessionelle Perspektiven (Schule, Jugendhilfe, Sportvereine). In interaktiven Kleingruppenarbeit entwickeln Teilnehmende konkrete Lösungen für ihre Kontexte. Das Fachforum endet mit einem übertragbaren Konzept und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung.

Nach dem Fachforum können Teilnehmende:

  • Das Bewegungsband als Konzept verstehen und in der eigenen Praxis skizzieren.
  • Ansätze zur Institutionalisierung des Bewegungsbandes im eigenen Kontext entwickeln.
  • Übergänge zwischen Schule, Hort, Verein strategisch planen.
  • Chancen- und Bildungsgerechtigkeit durch strukturierte Bewegungsangebote fördern.

Multiprofessionelle Netzwerke (z. B. Schule, Jugendhilfe, Verein, Kommune) im Sozialraum bewegungsorientiert aufbauen.

Referierende
Philipp Hickethier (ALBASPROSS gGmbH)

Stefan Schröder (Leuphana Universität Lüneburg)

Online-Fachforum 12: Essen gut begleiten – Übergänge gut gestalten

Das Essverhalten von Kindern wird durch vielfältige Faktoren geprägt. Eine gesundheitsfördernde Ernährung gelingt besonders dann, wenn die Rahmenbedingungen in den jeweiligen Lebenswelten – Kita und Schule – gezielt darauf ausgerichtet sind.

Auf diese Aspekte werden wir zu Beginn des Fachforums in einem Impulsvortrag eingehen und beleuchten, unter welchen Voraussetzungen die Verpflegungssituation in den Einrichtungen gut gestaltet werden kann und welche Voraussetzungen es braucht, damit Kinder die besten Chancen haben, um sich von klein auf gesundheitsfördernd zu ernähren.

Dabei gehen wir auch auf die Umsetzung der Deutsche Gesellschaft für Ernährung-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen ein. Anschließend möchten wir mit den Teilnehmenden darüber ins Gespräch kommen, wie insbesondere die Übergänge vom Elementar- in den Primarbereich für die Kinder optimal gestaltet werden können, damit diese sich rund um das Thema Essen und Trinken gut begleitet und sicher fühlen. Denn das ist u. a. wichtig für eine gute Akzeptanz des Verpflegungsangebots durch die Kinder.

Zur Unterstützung erhalten alle Teilnehmenden eine umfassende Handreichung, die die Rahmenbedingungen der jeweils anderen Lebenswelt transparent macht und Impulse für eine gelingende Zusammenarbeit bietet.

Referierende
Tanja Bolm, Annette Schrader, Dr. Katharina Kompe und Vanessa Rodehorst (Vernetzungsstelle Kitaverpflegung Niedersachsen)

Online-Fachforum 13: Brücken statt Brüche: Übergänge im Ganztag mit Bewegung, Spiel und Sport sozialräumlich gestalten

Julia Klausing und Dr. Corinna Mühlig (Regionale Entwicklungsagentur Hessen, involas)

Ute Barthel und Julian Lagemann (Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e. V.)

Prof. Dr. Nils Neuber (Universität Münster)

Dr. Harald Seehausen (SG Bornheim 1945 e. V.  Grün-Weiss)

Online-Fachforum 14: Digital gestaltete Übergänge in der Ganztagsschule: Transprofessionelle Zusammenarbeit am Beispiel des Forschungs- und Entwicklungsprojekts TOBIS

Pädagoginnen und Pädagogen sowie Lernende in der Ganztagsschule erleben digitale Schnittstellen – etwa zwischen Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten, zwischen verschiedenen pädagogischen Professionen oder zwischen Verwaltung und Praxis – als komplex und herausfordernd. Gleichzeitig bergen gerade diese digital geprägten Übergänge ein großes Potenzial für transparente Kommunikation, bessere Zusammenarbeit und eine nachhaltige Organisationsentwicklung.

In unserem Fachforum geben wir Einblicke in das Forschungs- und Entwicklungsprojekt TOBIS und diskutieren mit den Teilnehmenden, wie digital gestaltete Übergänge im Ganztag transprofessionell (d. h. aus der Perspektive verschiedener Professionen und handlungsübergreifend) realisiert werden können.

Der Workshop startet mit einem Impuls aus dem Projekt TOBIS: Dabei wird aufgezeigt, wie Schulträger als vermittelnde Instanzen zwischen Verwaltung, Schule, Wissenschaft, Politik und IT-Dienstleistern gestärkt werden können und wie digitale Kommunikations- und Kooperationsformen Übergänge im Ganztag neu strukturieren. Anschließend wechseln wir in interaktive Breakout-Sessions, in denen wir anhand einer praxisnahen Fallvignette die folgenden Kernfragen diskutieren:

  • Welche digitalen Kommunikationsformen unterstützen Übergänge im Ganztag?
  • Wo entstehen neue Reibungen oder Unklarheiten durch digitale Prozesse?
  • Welche Absprachen oder Strukturen helfen transprofessionellen Teams?
  • Wie lassen sich digitale Werkzeuge – einschließlich OEP und OER – unterstützend, inklusiv und partizipativ einsetzen?

Die Ergebnisse werden parallel auf einem digitalen Whiteboard gesammelt und stehen Ihnen direkt im Anschluss zur Verfügung.

Referierende
Prof. Dr. Christin Tellisch und Alexander C. Lang (Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik)

Prof. Dr. Annekatrin Bock (Universität Vechta)

Franca Wellnitz (Kristallgrundschule Berlin)

Kontakt und Organisation

Kontakt für inhaltliche Fragen: Prof. Dr. Christian Brüggemann, c.brueggemann@hsap.de

Kontakt für technische Fragen: Susanne Böhmig, s.boehmig@tjfbg.de 

Das Organisationsteam: 

  • Dr. Christian Brüggemann ist Professor für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe an der Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik (HSAP) in Berlin. Zuvor leitete er das Graduiertenkolleg „Inklusion – Bildung – Schule“ an der Humboldt-Universität Berlin. 
  • Susanne Böhmig (Magister Komparatistik/Philosophie/Informatik) verantwortet bei der tjfbg die strategische Entwicklung und operative Umsetzung inklusiver digitaler Kommunikationsangebote mit Schwerpunkten u. a. in den Bereichen barrierefreies Internet, assistive Technologien und inklusives Lernen.
  • Dr. Christin Tellisch ist Professorin für Schulpädagogik und allgemeine Didaktik sowie Vizepräsidentin für Forschung, Innovation und Qualitätswesen und leitet u. a. den den berufsintegrierenden Masterstudiengang „Inklusive Bildung“ sowie das vom BMFSFJ geförderte Entwicklungs- und Forschungsprojekt TOBIS.
  • Dr. Miriam Grüning ist Professorin für Kindheitspädagogik an der Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik (HSAP) in Berlin. Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Akademische Rätin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik an der FAU Erlangen-Nürnberg tätig.
  • Stefanie Bartko (B. A., M. A. Maskenbild – Theater und Film) studiert dual Soziale Arbeit (Schwerpunkt Ganztagsschule) und arbeitet in der ergänzenden Förderung und Betreuung an der Schulfarm Insel Scharfenberg in Berlin.

FAQ

Was bedeutet „Übergänge“ im Ganztag?

Übergänge betreffen sowohl institutionelle Wechsel (z. B. Kita–Grundschule) als auch alltägliche Wechsel im Tagesablauf und in der Kooperation zwischen Berufsgruppen, Angeboten und Zuständigkeiten.

Wo finde ich die Anmeldung?

Sie finden die Anmeldung auf der Webseite der Veranstaltungsseite "Digitaler Ganztagskongress 2026".

Was sind Online-Fachforen?

Die Online-Fachforen sind digitale Austauschformate, die das Kongressthema „Übergänge“ vertiefen und Perspektiven aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung zusammenbringen.

 

Welche Software wird für die Online-Foren benötigt?

Für die Online-Fachforen wird die Software Webex genutzt. Eine spezielle Vorinstallation oder Voreinstellung ist nicht erforderlich. Sie können die Webex-Desktop-App vorab herunterladen, wenn Sie nicht über ihren Browser beitreten möchten.

Gibt einen Livestream zu den Vorträgen?

Ja, für Teilnehmende des Digitalen Ganztagskongresses werden die Vorträge werden per Livestream übertragen. Sie müssen sich dafür zum Digitalen Ganztagskongress anmelden und erhalten Zugang zu einer individuellen Plattform. 

Kann ich auch in Präsenz an der Veranstaltung teilnehmen?

Der Kongress findet auch in Präsenz statt. Sie finden die Anmeldung auf der Veranstaltungsseite "Ganztagskongress 2026". Eine Teilnahme in beiden Formaten ist leider nicht möglich. Die Online-Foren richten sich primär an Personen, die nicht an den Präsenzformaten teilnehmen können oder wollen.